Schauenburger Märchenwache

Foto: Dieter Schwerdtle +

Eröffnet am 15. Juni 1997 in der ehemaligen Feuerwache im Ortsteil Breitenbach, zu Ehren der beiden Grimm'schen Märchenbeiträger, des Wachtmeisters Johann Friedrich Krause und der Demoiselle Marie Hassenpflug, verheiratete von Dalwigk, ins Bild gesetzt von Albert Schindehütte, in Augenschein zu nehmen jeweils sonntags von 15 bis 18 Uhr.

Gruppenführungen – auch mit Verköstigung an der BiblioTheke - jederzeit nach Vereinbarung möglich!
Anmeldungen unter 05601-925678.


2019


 liche Einladung zu den Veranstaltungen 2019 / 2020


Hans Christoph Buch liest aus »Tunnel über der Spree«

Eine Veranstaltung im Rahmen von  2019

 Sa. 28.09.2019 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €

Unter diesem von Theodor Fontane entlehnten Motto schenkt uns Hans Christoph Buch neue Literaturgeschichten im besten Sinne. Hier präsentiert sich ein herrlich unterhaltsamer und gewitzter Autor, der seine vielbeachteten Erinnerungen an den Literaturbetrieb leichtfüßig fortschreibt. Erzählungen und Essays, Porträts und Vignetten ergänzen einander zu einer Gemäldegalerie, in der H. C. Buch Wegbereiter und Weggefährten Revue passieren lässt: von Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson, Hans Magnus Enzensberger und Marcel Reich-Ranicki bis zu Wolf Biermann, Peter Schneider, Sarah Haffner, Uwe Kolbe und F. C. Delius. Geschichten über Goethe, Chamisso und Kafka ergänzen den Band. Buch teilt aus, mit Humor und Witz führt er den Leser zurück in das Ost- und das West-Berlin der 1960er und 1970er Jahre und dokumentiert so eine Schriftstellergeneration; ein unterhaltsames Spektakel, das zugleich ein Selbstporträt des Autors ist, rechtzeitig zu seinem 75. Geburtstag. 

Bildnachweis © Joachim Unseld

Gefördert vom Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst
und dem Hessischen Rundfunk 
 
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

»Die Nächte von Paris«

Rétif de la Bretonne mit Reinhard Kaiser
(Übersetzer und Herausgeber)
 
Sa. 12.10.2019 /19:00 /12 €, VVK 10 €

Nachts in der damals größten Stadt der Welt – und Augenzeuge, als die
Revolution ausbricht.
Ein Standardwerk der Paris-Literatur, der Großstadt- und der
Revolutionsreportage.
Zwanzig Jahre lang hat der »Nächtliche Zuschauer« Rétif de la Bretonne damit
zugebracht, nach Sonnenuntergang die damals größte Stadt der Welt zu
erkunden: Paris. In einem an Tausendundeine Nacht erinnernden Rahmen
präsentiert er die merkwürdigsten seiner Erlebnisse und Begegnungen den
Lesern. Grabräuber – Bücherschmuggel in Gemüsegärten – Die bedrängte Frau –
Der Geräderte – Fleißige Nichtstuer – Der Plakatabreißer – Das Geheimnis der Waschfrauen – Der nützliche Spion – Der Zeittotschläger – Die ersten Ballons
– Tumult und Radau: Schon eine kleine Auswahl aus dem Inhaltsverzeichnis
lässt erahnen, was für ein Schatz an Geschichten und Beobachtungen hier
zusammengekommen ist.
Im Dezember 1788 erscheinen die ersten zwölf Bände dieses Riesenwerks, zwei
weitere folgen im April 1789. Da spürt Rétif schon, wie sich in der
Metropole neuer Stoff zu sammeln beginnt, Zündstoff für die Weltgeschichte.
Er ist beim Ausbruch der Revolution selbst mit dabei. Von der Bastille kommt
ihm eine Gruppe von Revolutionären mit den aufgespießten Köpfen des letzten
Gouverneurs dieses Gefängnisses und des eben noch amtierenden Bürgermeisters
von Paris entgegen. Er wird in den nächsten Jahren immer wieder Augenzeuge
von Mord und Zerstörung, von Phasen des Glücks- und Freudentaumels, von
Gräueltaten, Massakern, Hinrichtungen – und setzt sein Buch fort.
(Bildnachweis: Reinhard Kaiser)
 
Die Nächte von Paris
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2
 

Workshop

Grimmsche Märchen und grafisches Erzählen (nicht öffentlich!)
 
Sa 26. + So 27.10 2019 / jeweils 10:00 bis 19:00
 
In Zusammenarbeit mit dem Rotopol-Verlag Kassel und den Künstlerinnen Rita Fürstenau, Carmen José, Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer und
Nina Kaun
 
In einem nicht öffentlichen Workshop werden sich 5 Künstlerinnen aus dem
Bereich des grafischen Erzählens mit den Brüdern Grimm, ihren Märchen und
den Zuträger derselben künstlerisch auseinandersetzen. Unter Anleitung der
polnischen Grimm-Spezialistin Professor Eliza Karminska (UniKassel) und des
Teams der Märchenwache sollen weniger bekannte Märchen aus der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen mit den verschiedensten Techniken bildhaft erzählt werden.
Anfang Februar 2020 erscheint ein Breitenbacher BilderBlättchen mit den
Ergebnissen und der Dokumentation des Workshops. Auf der Website der
Märchenwache werden wir Eindrucke des Arbeitsprozesses zeigen.
(Bildnachweis: Rotopol)
 
Workshop - Rotopol
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Kat Menschik »Die Puppe im Grase«

Norwegische Märchen

Fr. 08.11.2019 / 19:00 / 12 €, VVK 10 €

Kleine Puppen locken Königssöhne ins hohe Gras, Handwerker überlisten mithilfe von Nüssen den Teufel und ein Huhn rettet die Erde vor dem Vergehen. Eine Welt jenseits des Alltages wartet darauf, neu entdeckt zu werden.
Was Jacob und Wilhelm Grimm für Deutschland waren, waren Peter Christen Asbjørnsen und Jørgen Moe für Norwegen. - Die Seele eines Landes ist fest verankert in den Geschichten, die sich seine Bewohner über Generationen hinweg abends erzählten. Sie erweckten mit ihren Erzählungen eine phantastische und zugleich raue Welt zum Leben, die einerseits geprägt war von Moral und Sittenlehre und andererseits von Sehnsüchten und den Träumen der einfachen Menschen. Nördlich des Skagerraks entstand dabei ein Universum, mystisch, makaber, faszinierend und so reich an sprachgewaltigen Bildern, dass sie auch heute noch Lesende sofort in ihren Bann zu ziehen vermögen.
In diesem Werk gestaltet Kat Menschik für eine Auswahl ihrer Lieblingsmärchen einzigartige, wunderschöne Illustrationen. So entsteht eine Reise in die unweite Vergangenheit, die die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fiktion für einen Augenblick aufhebt und den Leser Teil der Sagen eines entfernten und doch so nah wirkenden zauberhaften Kosmos sein lässt.
„Die besten Märchen, die es gibt.“ Jacob Grimm

      

Kat Menschik »Die Puppe im Grase«
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

Das Kränzchen des Fördervereins

Gudrun Sander, Rezitation und Kerstin Röhn, Musik mit »Egon Erwin Kisch zum 135. Geburtstag - Nachrichten aus dem Café Größenwahn«

Sa. 28.12.2019 / 19:00 / 8 €, Mitglieder frei

Berlin in den Zwanzigern: Wie sieht es in der ehemaligen Reichshauptstadt aus, die nach dem verlorenen Krieg das Zentrum einer jungen, unsicheren Republik ist? Wie leben die Menschen in dieser Riesenstadt, in die der Fortschritt mit Gewalt einbricht? Mit Massenverkehr, Sechstagerennen, neuartigen Vergnügungen, Weltverbesserungsideen jeglicher Art, wo aber auch zunehmende Inflation, das Erstarken der Nationalsozialisten und schließlich der Reichstagsbrand das Ende der Weimarer Republik ahnen lassen?

Kischs glänzende Miniaturen – auch eine Art „Babylon Berlin“ - sind spannend, amüsant und haben Hintergrund und Tiefenschärfe.

„Wenn einer nicht ausgehen kann oder will, dann lese er Egon Erwin Kisch.“ (Kurt Tucholsky)

Egon Erwin Kisch wurde 1885  in eine angesehene Prager Familie hineingeboren. Seine verwandtschaftlichen Beziehungen reichen nach eigener Darstellung  zurück bis zum Hohen Rabbi von Prag. Kisch gilt als der Meister der engagierten, literarischen Reportage, gar als „Übervater“ des Journalismus. Der wichtigste deutschsprachige Preis für Qualitätsjournalismus wurde nach diesem legendären Chronisten benannt.

Ausgebildet in Berlin, arbeitete Kisch zunächst für Prager Zeitungen, bis er 1921 wieder nach Berlin ging. Als Jude und Linker musste er vor den Nazis fliehen; Paris, Spanien, USA und Mexiko waren die Exilstationen. Anfang 1946 kehrte er nach Prag zurück, wo er 1948 starb. Zeit seines Lebens hatte der „rasende Reporter“, der Begründer der literarischen Reportage, gegen soziale Ungleichheit, Unterdrückung und Untertanengeist gekämpft.

Der Förderverein bewirtet Sie mit einem Buffet

   

Bildnachweis: © Toofan Hashemi  
 
Gudrun Sander, Rezitation und Kerstin Röhn, Musik mit »Egon Erwin Kisch zum 135. Geburtstag - Nachrichten aus dem Café Größenwahn«
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

2020

Petra Hartlieb liest aus »Sommer in Wien«

Eine Wiener Buchhandlung und die letzten Sommer der Belle Époque« und anderen Werken

So. 09.02.2020 / 19:00 / 15 €, VVK 12 €

Sommer 1912. Marie, Kindermädchen im Haushalt Arthur Schnitzlers, wird zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer sehen: Die Familie des großen Dramatikers fährt in die Sommerfrische auf die kroatische Insel Brioni. Kurz darauf liegen in Maries Leben wieder einmal großes Glück und großes Leid nah beieinander: Sie hat sich mit dem Buchhändler Oskar verlobt, ist überglücklich – und muss als bald verheiratete Frau die geliebten Kinder der Schnitzlers verlassen. Das Paar heiratet im Sommer 1913. Oskar führt die Buchhandlung in der Währinger Straße nun allein, und Marie versucht, ihm so viel wie möglich zu helfen. Doch sie scheut den Kontakt zu den belesenen Kunden. Der Traum, irgendwann eine richtige Buchhändlerin zu werden, scheint ihr völlig absurd. Aber zunächst bringt das Jahr 1914 ganz andere Veränderungen: Marie wird Mutter, und nur wenige Monate später, mitten im letzten Sommer der Belle Époque, befindet sich die Welt plötzlich in Aufruhr. Am 28. Juni 1914 wird der österreichische Thronfolger in Sarajevo ermordet, und der Erste Weltkrieg stellt alles infrage, was bisher sicher schien.

Bildnachweis: © Pamela Rußmann/http://pamelarussmann.at/

Petra Hartlieb liest aus »Sommer in Wien
Schauenburg-Breitenbach
Märchenwache, Lange Str. 2

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telefonisch: 05601 92 56 78 und 0177 296 10 69

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» Die Riesenholzschnitte für die Schauenburger Märchenwache «

wurden zur Eröffnung der Märchenwache im Juni 1997 mit einer Straßenwalze vor vielen Zuschauern gedruckt, die sich später Detaildrucke abreiben konnten.

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